Montag, 12. November 2018

[Rezension] Becky Cochrane - Zimtsterne mit Zuckerkuss

Hallo ihr Lieben,

da die gemütliche Winter- und Weihnachtszeit für mich die perfekte Zeit für kitschige Romanzen (vor allem mit Winter- oder Weihnachtsthema) ist, werdet ihr hier wohl in nächster Zeit einige Rezensionen solcher Bücher finden. Erst letztens habe ich bei Medimops ein paar tolle Weihnachtsbücher ersteigert und natürlich noch sofort am selben Abend mit dem Lesen angefangen.


Titel: Zimtsterne mit Zuckerkuss
Originaltitel: A Coventry Christmas
Autor/in: Becky Cochrane
Genre: Roman
Reihe: /
Seiten: 351 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 8,20€ 
Meine Bewertung: 4/5 ☆

Inhalt:
Die 28-jährige Keelie ist dieses Jahr nicht so wirklich in Weihnachtsstimmung. Seitdem Rodney ihr neuer Chef im Buchladen ist, macht ihr der zuvor so geliebte Job nicht mal mehr annähernd Spaß, ihre Familie lebt so weit weg, dass sie sie nicht mal eben so besuchen kann und ein Mann ist außerdem auch nicht in Sicht. Doch als ihre beste Freundin Ivy sie und ihren besten Freund Evan über die Feiertage in das Haus ihrer Großmutter in dem kleinen Örtchen Coventry einlädt, stellen sich selbst bei ihr ein paar festliche Gefühle ein. Und es soll ein Weihnachten werden, das ihrer aller Leben verändern wird...


Inhalt:
Das Wichtigste zuerst: dieses Buch hat mir wirklich, wirklich gut gefallen.
Ich war überrascht von der Charaktertiefe in diesem Roman, das muss ich wirklich zugeben. Oftmals sind die Charaktere in diesen "Weihnachtsromanzen" etwas oberflächlich, aber das war hier wirklich gar nicht der Fall. Die Schrift war sehr klein und somit waren alle Seiten von oben bis unten mit Wörtern gefüllt und die Figuren sind richtig zum Leben erwacht. Man hat nicht nur Keelie ins Herz geschlossen, sondern genau so ihre Freunde und ihre Familie. Man hat bei ihren Geschichten genau so mitgefiebert, wie bei Keelies. 
Die gemütliche Stimmung der Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen und ich hatte genau das wohlige Gefühl beim Lesen, das ich mir erhofft hatte. 
Alle Charaktere in diesem Buch machen eine unglaubliche Entwicklung während der Zeitspanne der Geschichte durch und das hat mich unglaublich inspiriert. Es ging um gescheiterte Beziehungen und Jobs, mit denen man einfach nicht glücklich ist und Neuanfänge und die Liebe und die Freundschaft und das sind alles Themen, die jeden beschäftigen! Und hier wurde wunderbar gezeigt, dass es nie zu spät ist, neu zu beginnen und wirklich seinen Traum zu leben. Und dass es okay ist, wenn Träume sich ändern!
Ich war ganz verliebt in das kleine Städtchen Coventry mit seinen Bewohnern und hatte ein ganz klares Bild davon vor Augen beim Lesen. Die Autorin hat sich unfassbar viel Mühe mit jeder Figur gegeben und jeder von ihnen somit Leben eingehaucht und genau das ist ihr auch mit dem Städtchen gelungen.
Der Grund, warum ich dem Buch trotz all meiner Schwärmereien "nur" 4 von 5 Sternen gegeben habe, ist der folgende: so begeistert ich von der Charaktertiefe von allen anderen war, bei einem (meiner Meinung nach sehr wichtigen) Charakter hat das total gefehlt - nämlich bei Keelies "großer Liebe auf den ersten Blick" Dr. Boone. Das Buch hat über 350 Seiten voll mit lebhaften Figuren und wahnsinnigen Charakterentwicklungen, aber die tatsächliche Liebesgeschichte zwischen Keelie und Michael wird auf ein paar Seiten total platt abgehandelt.  *SPOILER ALERT* Da arbeitet sie die komplette Geschichte über daran, endlich so richtig für sich selbst einstehen zu können und ihren Traum zu leben, dann kommt dieser Mann ohne wirklichen Charakter vorbei, der sie natürlich dann sofort ohne jegliche Vorwarnung küsst und sie ist hin und weg und dann Ende der Geschichte. Das Ende hat mich wirklich ein bisschen enttäuscht. Natürlich wollte ich ein Happy End für Keelie und war auch glücklich darüber, dass sie es bekommen hat. Doch es kam mir irgendwie so vor, als ob die Autorin nach der ganzen Mühe, die sie sich vorher gegeben hat, am Schluss einfach keinen Bock mehr hatte und es schnellstmöglich ohne jegliche Komplikationen zu Ende bringen wollte. Daher leider 1 Punkt Abzug.

Fazit:
Alles in allem eine wunderschöne Weihnachtsromanze, die aber noch so viel mehr kann. Wer eine Geschichte lesen möchte, die einem Mut macht, etwas an einer unglücklichen Situation zu ändern, der wird dieses Buch lieben!

Donnerstag, 8. November 2018

[Rezension] Charles Soule - Oracle Year: Tödliche Wahrheit

Hallo ihr Lieben,

nachdem ich gestern endlich die Präsentation in der Uni hinter mich gebracht habe, die mich die letzten paar Tage so vereinnahmt hat, konnte ich heute endlich mal wieder den Tag genießen und lesen. Ich habe mich für einen Thriller entschieden, der mir freundlicherweise vom Goldmann-Verlag zugeschickt wurde und möchte ihn euch natürlich auch sofort vorstellen.



Titel: Oracle Year: Tödliche Wahrheit
Originaltitel: The Oracle Year
Autor/in: Charles Soule
Genre: Thriller
Reihe: /
Seiten: 507 Seiten
Verlag: Goldmann
Preis: 10,00€ 
Meine Bewertung: 3/5 ☆

Inhalt:
Eines Morgens wacht Will Dando nach einem sehr intensiven Traum auf und von da an soll nichts mehr so sein, wie es vorher war. Denn diese Träume suchen in von nun an jede Nacht heim - und entpuppen sich als Prophezeiungen, die sich immer bewahrheiten. Will und sein Freund Hamza sehen ihre große Chance, endlich an das große Geld zu kommen. Sie veröffentlichen "die Site" und posten die Prophezeiungen im Internet. Als sich die ersten bewahrheiten, reagieren die Menschen auf der ganzen Welt begeistert. Doch es gibt auch einige Gegner, deren Stimmen immer lauter werden. Und als es zu Unruhen kommt, wird Will bewusst, was er da eigentlich losgetreten hat. Und dass er der einzige ist, der es vielleicht noch stoppen kann...

Meine Meinung:
Ich habe mir von diesem Buch sehr viel versprochen, da ich die Idee einfach nur genial finde. Ich bin ein riesiger Fan von Apokalypse-Geschichten und habe genau so etwas hier erwartet. 
Leider war das auf den ersten 350 von 500 Seiten nicht wirklich der Fall. Es gab unglaublich viel politisches Geplänkel und eine Menge Fachbegriffe aus der Finanzwelt, von der ich zugegebenermaßen gar keine Ahnung habe. Es war also (für mich) eher relativ langweilig. Auch den Beginn fand ich sehr merkwürdig. Es wird gar nicht erzählt, wie Will zu seinen Fähigkeiten gekommen ist. Am Anfang des Buches besitzt er sie schon und hat bereits mit den Folgen seiner Prophezeiungen zu kämpfen. Das fand ich sehr schade, denn ich hätte unglaublich erfahren, wie es genau dazu gekommen ist und wie die Menschen am Anfang darauf reagieren. Das alles wird aber nur relativ kurz angeschnitten und dadurch baut man auch während des ganzen Buches irgendwie nie so richtig eine Beziehung zu ihm auf. 
Dafür wechseln die Perspektiven recht häufig, was ich manchmal super verwirrend fand. Zu den politischen und finanziellen Themen gesellen sich außerdem noch eine Menge Gerede über IT, mit dem ich ebenfalls nichts anfangen konnte. 
Der Schreibstil und die letzten Seiten, auf denen es richtig spannend wurde, haben mir jedoch wirklich super gut gefallen. Man konnte das Buch sehr flüssig lesen, trotz der zähen ersten 300 Seiten. Ich denke aber, dass das bei mir eher ein persönliches Problem ist. Wer sich wirklich für politische Machtkämpfe und die ganze IT-Sache interessiert, der wird dieses Buch zu 100% lieben. Ich habe davon leider nicht allzu viel Ahnung, da ich mich nie großartig dafür interessiert habe und dadurch wurden natürlich die ersten Seiten für mich eher uninteressant, da ich eh nicht so viel verstanden habe.


Fazit:
Alles in allem ein gutes Buch, das aber erst auf den letzten 200 Seiten so richtig aufblüht. Sehr zu empfehlen für Fans von Geschichten, die von politischen Machtkämpfen handeln. Wer sich außerdem noch für Technik interessiert, sollte bei diesem Buch zu 100% fündig werden!

Sonntag, 4. November 2018

[Rezension] Stephanie Perkins - Lola and the Boy next Door

Hallo ihr Lieben,

gestern Nacht bin ich bis halb 2 wach gewesen (was für mich eher ungewöhnlich ist, da ich sonst eine kleine Oma bin, die schon um 10 Uhr tief und fest schläft), da ich unbedingt dieses wundervolle Buch beenden musste. Ich konnte einfach nicht schlafen, bevor ich wusste, wie die Geschichte von Lola und Cricket endet. Und jetzt, da ich es weiß, gehört "Lola and the Boy next Door" zu meinen absoluten Lieblingsbüchern!


Titel: Lola and the Boy next Door
Autor/in: Stephanie Perkins
Genre: Young Adult
Reihe: Anna and the French Kiss
Seiten: 338 Seiten
Verlag: Penguin
Preis: 8,99€ 
Meine Bewertung: 5/5 ☆

Inhalt:
Lola Nolans größte Leidenschaft ist die Mode - oder genauer gesagt: das Kostüm. Nicht selten sieht man sie deswegen in extravaganten Outfits abgerundet mit ausgefallenen Perücken. Ihr Leben erscheint ihr ziemlich perfekt: sie lebt bei ihren zwei Dads, ihre beste Freundin lebt in der selben Straße und ihr Freund ist ein umwerfender angehender Rockstar. 
Doch als die Bell-Zwillinge wieder in das Haus nebenan einziehen und sie Cricket Bell das erste Mal seit der Sache von vor zwei Jahren wieder sieht, wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Und sie ist gezwungen, sich mit den Gefühlen, die sie schon ihr ganzes Leben für den Jungen von nebenan gehegt hat, auseinanderzusetzen.

Meine Meinung:
Vor zwei Jahren habe ich das erste Buch dieser Reihe (Anna and the French Kiss) gelesen und ich war damals so begeistert von der Geschichte und Stephanie Perkins' Schreibstil, dass ich mir sofort den zweiten Band bestellt habe. Aber wie das dann so ist, wenn man einen SuB von über 100 Büchern hat: Es ist in Vergessenheit geraten. Gestern ist es mir dann wieder in meinem Regal aufgefallen und da ich im Moment total in der Stimmung für Young Adult-Bücher und Romanzen bin, dachte ich mir, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen war, um es endlich zu lesen. Und dann habe ich es in einem Tag verschlungen, denn die Geschichte war einfach genau so bezaubernd, wie die von Anna & Etienne!
Eine Romanze in einem Buch ist für mich perfekt, wenn man sich zusammen mit den Charakteren verliebt und das war in diesem Fall für mich definitiv so. Cricket ist so ein wundervoller Mensch, in den man sich einfach verlieben muss. Und auch Lola ist mir richtig ans Herz gewachsen mit ihrer quirligen Art. Ihre zwei Dads und ihre beste Freundin Lindsey sind ebenfalls so liebenswürdige Menschen und beim Lesen hatte ich ein richtiges "Wohlfühl-Gefühl".
Natürlich braucht man bei so einem Buch niemals ein überraschendes Ende erwarten, aber das weiß man ja eigentlich. Spannend ist es nur, dabei zuzusehen, wie zwei Menschen über all die Hürden hinweg endlich zueinander finden. 
Was ich an diesem Buch noch so schön fand, war, dass Anna & Etienne, die Protagonisten des ersten Buchs, auch im zweiten Band noch eine Rolle gespielt haben, da sie mit Lola befreundet sind. Es war schön, zu sehen, wie sich ihre Beziehung weiterentwickelt und ich habe mich riesig gefreut, sie "wiederzusehen".

Fazit:
Dieses Buch ist perfekt für jeden auf der Suche nach einer herzerwärmenden Romanze, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte!



Freitag, 2. November 2018

[Rezension] Susanne Mischke - Winterküsse in New York

Hallo ihr Lieben,

wer mich kennt, der weiß, dass ich ein absoluter Weihnachtsfest-Fanatiker bin. Für mich ist die Weihnachtszeit die schönste Zeit des Jahres und ich kann wirklich nicht genug davon bekommen. Da ich diese Zeit so ausführlich und so lange wie möglich zelebrieren möchte, beginnt sie bei mir eigentlich immer schon im November. Wenn Halloween vorbei ist, dann bin ich bereit für Weihnachten! Für die meisten Leute ist das zu früh, für mich genau richtig.
Deswegen habe ich gestern und heute auch wieder ein weihnachtliches bzw. winterliches Buch gelesen, welches ich euch gerne vorstellen möchte!


Titel: Winterküsse in New York
Autor/in: Susanne Mischke
Genre: Young Adult
Reihe: /
Seiten: 138 Seiten
Verlag: dtv
Preis: 6,95€ 
Meine Bewertung: 5/5 ☆

Inhalt:
Die 16-jährige Lexi besucht über die Winterferien ihre Oma, die in Brooklyn ein kleines Hotel führt. Beim Eislaufen im Central Park trifft sie den gut-aussehenden Liam und es ist Liebe auf den ersten Blick. Die beiden vereinbaren, die drei verbleibenden Tage bis zu Lexis Abreise gemeinsam zu verbringen, doch dann verliert Lexi ihr Skizzenbuch, in das Liam seine Handynummer geschrieben hat. Die beiden versuchen verzweifelt, sich irgendwie wiederzufinden. Doch in einer großen Stadt wie New York ist das gar nicht so einfach...

Meine Meinung:
Diese Geschichte war einfach nur unglaublich süß, super kitschig und wahnsinnig gemütlich! Natürlich kann man schon am Cover erahnen, dass das Buch sehr cheesy ist, aber genau danach habe ich ja auch gesucht. Denn manchmal gibt es doch nichts schöneres als eine etwas unrealistische, aber herzerwärmende Schnulze, mit der man für ein paar Stunden der Realität ein wenig entkommen kann. Und genau das ermöglicht einem dieses Buch. 
Wie für viele Menschen ist es mein absoluter Traum, New York einmal im Winter, oder noch besser in der Weihnachtszeit, zu besuchen. Durch dieses Buch habe ich ein bisschen das Gefühl gehabt, die Stadt wirklich zu erkunden. Auf den verhältnismäßig wenigen Seiten bekommt man wirklich eine Menge von New York zu sehen, was ich sehr toll fand!
Die beiden Protagonisten Lexi und Liam muss man einfach gern haben. Lexi, die künstlerisch sehr talentiert ist und sich auch an Kleinigkeiten unglaublich erfreuen kann, habe ich sofort ins Herz geschlossen. Und auch Liam, der ein Herz für hilfsbedürftige Menschen hat und so verzweifelt nach Lexi sucht, ist ein wirklich toller Charakter. Auch die Leute aus dem The Horse and Jockey waren einfach nur liebenswert, genau so wie Liam Mitbewohnerin Sofia und seine Schwester Tina und ihre Tochter Norah.
Es hat einfach so viel Spaß gemacht, die Stadt mit den beiden zu erkunden und ich fand es schön, dass die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt wurde. Beim Lesen hatte ich die ganze Zeit ein behagliches Gefühl und genau so möchte ich das haben, wenn ich zu so einem Buch greife!

Fazit:
Wer auf der Suche nach einer winterlichen Romanze, die einen für ein paar Stunden vom Alltag entführt, der ist bei "Winterküsse in New York" genau richtig!


Ich wünsche euch einen tollen Start ins Wochenende,

Kiki 

Donnerstag, 1. November 2018

[Rezension] Sarah Lotz - Angstrausch

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, ihr hattet gestern einen schönen Halloween-Abend. Ich habe ihn gemütlich mit ein paar Freunden, viel Essen und Halloween-Filmen bei mir zu Hause verbracht und hätte mir keinen besseren Abend vorstellen können. Wie habt ihr Halloween verbracht?

Heute habe ich dann ein wenig an meiner Präsentation für die Uni gebastelt, aber die meiste Zeit habe ich zum Entspannen genutzt, denn das war wirklich dringend notwendig. Daher habe ich heute auch "Angstrausch" von Sarah Lotz beendet, welches mir freundlicherweise vom Goldmann-Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt wurde. Und genau dieses Buch möchte ich euch jetzt mal etwas genauer vorstellen.


Titel: Angstrausch
Originaltitel: The White Road
Autor/in: Sarah Lotz
Genre: Thriller
Reihe: /
Seiten: 442 Seiten
Verlag: Goldmann
Preis: 10,00€ 
Meine Bewertung: 4/5 ☆

Inhalt:
Simon Newman betreibt zusammen mit seinem Freund Thierry eine Website mit dem klangvollen Namen "Journey to the Dark Side". Darauf stellen sie unter anderem Videos von Simon bei gefährlichen Klettertouren zur Schau. Als er bei einer dieser Expeditionen gerade eben noch mit dem Leben davonkommt und dieses Video Unmengen von Web-Besuchern anlockt, sehen die beiden sich gezwungen, immer gefährlichere und außergewöhnlichere Touren zu unternehmen, um die Follower bei Laune zu halten. Die beiden beschließen, Simon bei einer Expedition zum Gipfel des Mount Everest anzumelden, damit er dort oben ein paar Aufnahmen der Leichen machen kann, die wie grausige Streckenposten den Weg zum Gipfel säumen. Doch dort oben angekommen sieht sich Simon nicht nur mit den schrecklichen Ängsten konfrontiert, unter denen er seit seinem schlimmen Unfall leidet, sondern mit etwas viel größerem und viel erschreckenderem.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich sofort angesprochen. Das Cover finde ich unheimlich gut gestaltet und als großer Bergliebhaber hat es mich nochmal zusätzlich angesprochen. Ich habe mich schon immer sehr für den Mount Everest und die Geschichten der Menschen, die ihn bestiegen haben oder es zumindest versuchten, interessiert und ich muss sagen: Was das Thema Everest angeht, bekommt dieses Buch von mir eine glatte 1! Man hat so viel über den Berg an sich und über dessen Besteigung gelernt, was einfach nur unglaublich interessant war. Natürlich wusste ich bereits vorher, wie gefährlich und aufwendig es ist, den Gipfel des Mount Everest zu erklimmen, doch das komplette Ausmaß einer solchen Expedition war mir nicht bewusst. 
Die Stimmung in dem Buch - vor allem in den ersten zwei Teilen- hat mir unglaublich gut gefallen. Sarah Lotz' Schreibstil ist wahnsinnig lebendig und ich habe mich mehr als einmal so gefühlt, als ob ich selbst in der schrecklich engen Höhle oder auf dem Everest festsitze. Beim Lesen war ich fast genau so erschöpft, wie Simon und seine Truppe auf ihrer Reise und ich habe die ganze Zeit extrem mitgefiebert. Ich habe ständig das Lesen unterbrochen, um die Orte, an denen sie sich aufhalten, zu googeln und dadurch ein noch besseres Bild zu bekommen.
Der Grund für den einen Stern Abzug ist das Ende bzw. der dritte Teil der Geschichte. Da ich euch natürlich nicht spoilern möchte, kann ich dazu nicht viel sagen, außer: Irgendwie war plötzlich die Tiefe der Geschichte weg, die sie vorher so besonders gemacht hat und das Ende war so knapp und nicht zufriedenstellend, dass ich am liebsten die Autorin angerufen und um eine Erklärung gebeten hätte. Jetzt schwirrt mir nämlich seit Stunden der Kopf und ich frage mich immer wieder, wie ich das Ende interpretieren soll und ob es ein gutes oder ein schlechtes Ende war.

Fazit:
Meiner Meinung nach absolute Pflichtlektüre für jeden, der sich für das Bergsteigen oder den Mount Everest interessiert! Aber auch Leser auf der Suche nach einem super spannenden Buch können mit gutem Gewissen zu "Angstrausch" greifen!

Ich wünsche euch noch einen gemütlichen Abend,

Kiki