[Rezension] Winfried Hille - Slow

 



Worum geht es?

In einer Welt, in der man jederzeit und überall digital erreichbar ist, in der jeder immer gestresster und gehetzter wird und in der Erschöpfung fast schon als Statussymbol gilt, sehnen sich immer mehr Menschen nach einem "langsameren" Leben. Nach Ruhe, nach Entschleunigung, danach, endlich wieder mehr zu fühlen und genießen zu können. 

"Slow" ist eine Fürsprache für einen langsameren, stressfreien Lebensstil und eine Aufforderung, dem ewigen Druck der Gesellschaft nicht länger nachzugeben. 


Meine Meinung:

Mir hat das Buch persönlich sehr gut gefallen. 

Der Autor gibt viele Denkanstöße, die mich wirklich beschäftigt haben (beispielsweise, dass wir im Durchschnitt 6 Jahre unseres Lebens im Internet verbringen!) und fordert den Leser dazu auf, endlich etwas zu ändern. In einer Gesellschaft, in der ein Burnout fast schon etwas Positives ist - schließlich hat man ja wirklich hart dafür gearbeitet und wie wir alle wissen ist harte Arbeit etwas "Gutes" - fällt es vielen gar nicht leicht, die Notbremse zu ziehen und sich für mehr Ruhe und mehr Genuss zu entscheiden. Nach dem Lesen dieses Buches ist jedoch klar, dass man auf Dauer gar nicht so weitermachen kann, wenn man ein gesundes und glückliches Leben führen möchte.

Manchmal hatte ich ein wenig mit dem doch sehr sachlichen Schreibstil des Autoren zu kämpfen und hätte mich über ein paar "Gefühlsregungen" seinerseits gefreut. Andererseits unterstreicht der sachliche Tonfall natürlich auch die Wichtigkeit einer Entschleunigung unserer Leben. 


Fazit:

Ein Buch mit einer sehr wichtigen Botschaft: Nur ein Ausstieg aus der leistungsorientierten Denkweise der heutigen Gesellschaft kann uns langfristig glücklich machen. Der Autor liefert dazu viele Anregungen und Tipps - jedoch oftmals auf sehr sachliche Weise, was das Lesen dieses Buches zeitweise etwas trockener macht. 

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