Mittwoch, 30. Mai 2018

[Rezension] Sophie Kinsella - Mami Fee und ich: Der große Cupcake-Zauber

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich mal ein etwas anderes Buch für euch, das wahrscheinlich eher für Eltern oder die jüngere Leserfraktion unter euch interessant ist. Es geht um das Buch "Mami Fee & ich: Der große Cupcake-Zauber" von Sophie Kinsella. Manche von euch kennen die Autorin vielleicht, denn sie hat unter anderem auch die "Shopaholic"-Bücher geschrieben, die 2009 mit Isla Fischer in der Hauptrolle  verfilmt wurden. "Mami Fee & ich" ist ihr Debüt im Bereich Kinderliteratur, ein Folgeband ist aber bereits für den August 2018 geplant.

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom cbj-Verlag zur Verfügung gestellt, nochmal vielen Dank dafür!


Titel: Mami Fee & ich: Der große Cupcake-Zauber
Originaltitel: Mummy Fairy and Me
Autor/in: Sophie Kinsella
Genre: Kinderbuch
Reihe: Mami Fee & ich
Seiten: 111 Seiten
Erscheinungsjahr: 2018
Verlag: cbm
Preis: 12,00€ (Hardcover)
Meine Bewertung: 5/5 ☆

Inhalt:
Ellas Mama ist anders als die Mütter ihrer Freunde, denn sie kann sich in eine Fee verwandeln! Das könnte eigentlich ziemlich nützlich sein, doch leider sind Mami Fees Zauberkünste nicht ganz so ausgereift, wie sie es eigentlich sein sollten. So kann es manchmal passieren, dass anstelle der gewünschten Milch plötzlich eine Kuh in der Küche steht oder die verzauberten Putzlappen lieber verstecken spielen, als wie befohlen zu putzen. Nur gut, dass sie Ella hat, die ihr stets zur Hilfe eilt. Denn Ella ist ihre Junior-Fee und bereitet sich darauf vor, selbst mal eine ausgewachsene Fee zu werden! 

Meine Meinung:
Ich war auf den ersten Blick in das tolle Cover verliebt. Das ist wirklich ein Mädchen-Traum in rosa! Das süße Design und die tollen Illustrationen ziehen sich durch das komplette Buch und gestalten das Lesen sehr schön und vor allem interessant für Kinder. Natürlich ist das Buch nicht nur etwas für Mädchen- die lustigen Geschichten, die Ella und ihrer Mama widerfahren, werden jeden zum Lachen bringen!
Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen und mich ein wenig an die Lieblingsbücher meiner Kindheit erinnert, die meine Mama meiner Schwester und mir früher vorgelesen hat. Doch dieses Buch eignet sich nicht nur zum Vorlesen, sondern ist auch perfekt für Leseanfänger. Die Schrift ist durch ihre Größe wirklich gut und angenehm lesbar, außerdem werden besondere Ausdrücke, wie z.B. die Zaubersprüche, durch farbliche Akzente und verspielte Darstellungen hervorgehoben. Das gestaltet meiner Meinung nach ergänzend zu den Illustrationen das Lesen noch einmal interessanter und einfacher. 
Die Idee an sich finde ich einfach nur toll! Feen habe ich als Kind total geliebt und ich schätze, dass es auch vielen anderen so geht. Außerdem ist die liebevolle Beziehung zwischen Mutter und Tochter ein Thema, das viel häufiger in Büchern behandelt werden sollte.
Das Buch hat eine "behütete" und glückliche Atmosphäre, genau so, wie ich es mir von Kinderbüchern wünsche und weswegen ich auch heute noch gerne hin und wieder zu Kinderbüchern greife. Manchmal braucht man eben eine Portion heile Welt und die bekommt man in diesem Buch!
Besonders witzig fand ich übrigens die Anspielungen auf Dinge wie Smartphones (in diesem Buch ist der Zauberstab eine Art Smartphone, der "Magic Smart V5") oder YouTube ("FeeTube"). Man muss eben manchmal mit der Zeit gehen und das hat Sophie Kinsella meiner Meinung nach wirklich auf charmante Art und Weise gelöst!

Fazit:
Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen und ich würde es jederzeit sowohl an Eltern empfehlen, die ihren Kindern etwas vorlesen möchten, als auch an Leseanfänger, die gerne ihr erstes eigenes Buch lesen oder aber mit einem Elternteil zusammen das Lesen üben wollen. Aber auch für Leute wie mich, die zwischendurch gerne mal in die heile, behütete Welt der Kinderbücher abtauchen und eine Vorliebe für wunderschön illustrierte Bücher haben, ist dieses Buch ein absolutes Muss!


Ich wünsche euch noch einen schönen Abend,

Kiki 

Dienstag, 29. Mai 2018

[Rezension] Megan Miranda - Tick Tack: Wie lange kannst du lügen?

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich mal wieder einen Thriller für euch (ich weiß, im Moment kommt das eher häufiger vor), der mir freundlicherweise vom Penguin Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt wurde. Ich kann vorweg schonmal sagen, dass dieser Thriller anders war, als alle anderen, die ich jemals gelesen habe und das waren wirklich eine Menge!

Titel: Tick Tack: Wie lange kannst du lügen?
Originaltitel: All the Missing Girls
Autor/in: Megan Miranda
Genre: Thriller
Reihe: /
Seiten: 430 Seiten
Erscheinungsjahr: 2017
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 15,00€ (Taschenbuch)
Meine Bewertung: 4/5 ☆

Inhalt:
Zehn Jahre ist es her, dass Nics beste Freundin Corinne einfach so verschwand. Zehn Jahre, seit dem Tag, an dem Nic Hals über Kopf ihre Heimat verließ, um den Erinnerungen zu entkommen. In Philadelphia, weit weg von der kleinen Stadt nahe der Berge, in der sie groß geworden ist, hat sie sich ein neues Leben aufgebaut. Sie steht am Ende ihres Studiums und ist mit einem wohlhabenden Anwalt verlobt, den sie wirklich liebt. 
Doch dann erreicht sie ein Brief, der alles auf einen Schlag wieder zurückbringt: "Dieses Mädchen. Ich habe es gesehen."
Nic fährt zurück, um sich den Dämonen der Vergangenheit ein für alle Mal zu stellen. Doch schon am Abend ihrer Ankunft verschwindet ein weiteres Mädchen. Und zwar genau jenes Mädchen, das Nic und ihren Freunden damals ein Alibi geliefert hat...

Meine Meinung:
Ich hatte ja bereits oben erwähnt, dass sich dieser Thriller von allen anderen unterscheidet, die ich bis jetzt gelesen habe. Das liegt an der Erzählweise: Die Geschichte wird quasi rückwärts erzählt. Es beginnt mit Nics Aufbruch in die Heimat, nachdem sie ein paar Tage zuvor den mysteriösen Brief erhalten hatte, macht dann einen Sprung zu einem Zeitpunkt zwei Wochen später und beginnt dann, rückwärts (also ab Tag 15 nach Nics Ankunft in ihrer Heimatstadt) die Geschehnisse  zu erzählen, die ihr seit dem Verschwinden des zweiten Mädchens widerfahren sind. So kompliziert, wie sich das hier anhört, war es am Anfang auch. Jedes Kapitel ist ein Tag und wenn ich ein neues begonnen hatte, musste ich mich jedes Mal darauf konzentrieren, dass dieses Kapitel ja jetzt vor den Ereignissen des vorherigen Kapitels spielte! Das war manchmal wirklich super verwirrend. Irgendwann hatte ich den Dreh dann aber doch raus und ab da hat mir diese Erzählweise richtig Spaß gemacht. Ich hatte erst so meine Bedenken, dass sie der Spannung vielleicht einen Abbruch tun könnte, aber gerade zum Ende hin (was ja dann eigentlich wieder der Anfang wäre- ihr merkt schon, es ist wirklich nicht gerade einfach!) ging es richtig rund! Und die Auflösung - da wäre ich im Leben nicht drauf gekommen!! Die ganze Geschichte war so verworren, dass man irgendwann gar keine Ahnung mehr hat, wen man verdächtigen soll - weder in dem Fall von vor zehn Jahren, noch in dem aktuellen. 
Nic war nicht unbedingt meine Lieblings-Protagonistin. Irgendwie bin ich mit ihr nicht so ganz warm geworden, was aber auch daran liegen könnte, dass sie als Person auch nie jemanden an sich ranlässt. Dennoch hat es mich komischerweise bei diesem Buch gar nicht so gestört, dass ich keine wirkliche Beziehung zu ihr oder den anderen Charakteren aufbauen konnte (dafür waren es auch einfach zu viele Personen und zu viele verworrene Verbindungen, die sich zwischen ihnen schlängelten). Ich wollte einfach nur die ganze Zeit wissen, was damals geschehen war und was das Verschwinden des Mädchens jetzt damit zu tun hatte. Andere Aspekte sind dagegen einfach ein wenig verblasst.
Den einen Stern habe ich abgezogen, weil ich es wie gesagt am Anfang nicht so leicht fand, in das Buch hineinzufinden. Das lag zum einen an dem gewöhnungsbedürftigen Erzählstil (den ich später aber lieben gelernt habe!) und zum anderen daran, dass es anfangs etwas langatmig war. Wahrscheinlich ließ sich das aber auch nicht verhindern, da ja irgendwie erstmal alle für die Geschichte wichtigen Personen vorgestellt werden mussten, damit man nicht komplett überfordert war mit den ganzen Verwirrungen in diesem Buch! Nur leider hat dadurch immer mal wieder die Spannung ein wenig gelitten, was aber am Ende wieder komplett aufgewiegelt wurde.

Fazit:
Abschließend kann ich sagen, dass ich dieses Buch wirklich sehr genossen habe und größten Respekt vor Megan Miranda habe. Eine dermaßen verworrene Geschichte im Endeffekt so schlüssig aufgehen zu lassen finde ich eine wirklich eine grandiose Leistung! 
Definitiv ein Buch für Fans von Sebastian Fitzek oder Filmen wie "Shutter Island" oder "Nummer 13".


Für mich geht es gleich mit meiner Schwester zu IKEA, bevor ich später wieder arbeiten muss. 
Ich wünsche euch einen tollen Dienstag,

Kiki 

Freitag, 25. Mai 2018

Last Days of May | Freitagsinspirationen

Hallo ihr Lieben,

aufgrund der Tatsache, dass heute Freitag ist und ich mir ja eigentlich vorgenommen hatte, jeden Freitag meine Inspirationen hochzuladen, gibt es auch heute schon wieder einen Post für euch. Zwar habe ich letzte Woche zugegebenermaßen schlichtweg vergessen, dass ich freitags ja eigentlich immer einen Blogbeitrag schreiben wollte, aber diese Woche habe ich meine Gedanken wieder beisammen!


Song der Woche
Ariana Grande - No Tears left to Cry -> An dem Hype komme ich wohl einfach nicht vorbei, das Lied ist wirklich zu toll! Außerdem: Ist es zu fassen, dass sich der schreckliche Anschlag auf Ariana Konzert in Manchester am Dienstag schon zum ersten Mal gejährt hat?!

Buch der Woche
Ganz klar: "P.S. I still love you" von Jenny Han. Die Reihe hat es mir so sehr angetan! Ich bin schon super gespannt auf das letzte Buch und auf die Verfilmung! Meine genaueren Gedanken hatte ich ja bereits in meiner Rezension zum ersten Band erwähnt und sage deswegen an dieser Stelle nur noch mal: Eine meiner absoluten Lieblingsreihen!! 💗




Film/Serie der Woche:
Theoretisch gesehen gehört der Film eigentlich zur letzten Woche, aber da ich meine Freitagsinspirationen da ja total vergessen habe und der Film mich so begeistert hat, muss ich ihn diese Woche nennen: "I feel pretty" mit Amy Schumer. Der Film läuft derzeit im Kino und meine gute Freundin Dani hatte die Idee, dass wir ihn uns zusammen anschauen. Und ich bin froh, dass sie mich darauf aufmerksam gemacht hat, denn er hat mir unglaublich gut gefallen. 
Es geht um Renee, eine junge Frau mit leichten Gewichtsproblemen (wobei ich finde, dass das Ansichtssache ist und ich sie nicht wirklich dick fand), die sehr unter ihrem geringen Selbstwertgefühl leidet. Als sie eines Tages während ihres Soul-Cycling-Kurses vom Fahrrad fällt und sich den Kopf heftig anschlägt (gefolgt davon, dass sie an ihren Haaren in das Rad der Nachbarin gesaugt wird, wo ich mir vor Lachen fast in die Hose gemacht habe) ändert sich für sie alles. Als sie wieder zu sich kommt, sieht sie sich mit vollkommen anderen Augen und ist von da an überzeugt, dass sie ein Topmodel ist. Zwar hat sie sich äußerlich für die anderen nicht verändert, doch beflügelt durch ihr neues Selbstbewusstsein öffnen sich ihr plötzlich Türen, von denen sie bis dahin nur zu träumen gewagt hatte...
Dani und ich haben mehrmals das Kino vor Lachen zusammengeschrien und auch die anderen Mädels im Kinosaal (ja, es waren tatsächlich nur Frauen anwesend) konnten oftmals kaum an sich halten. Ich bin zwar der Meinung, dass der Film nicht nur was für Frauen ist, aber definitiv eine geeignete Entschuldigung dafür, die beste Freundin mal wieder ins Kino zu entführen, sich eine riesige Tüte Popcorn zu teilen und mal so richtig herzhaft zu lachen. Außerdem hat der Film eine tolle Botschaft: Glaub an dich selbst, dann tun es auch die anderen!

Hörspiel der Woche:
Diese Woche war ich eine gute Freundin und habe meinem Freund zum Einschlafen ein paar Abende ohne Hörspiel gegönnt und stattdessen Regengeräusche auf Spotify angemacht. Denn ganz ohne Nebengeräusche geht es dank Tinnitus dann doch nicht.



Essen der Woche
Ganz klar: Vanilleeis mit Zimt! Das gab es bei mir diese Woche jeden Tag (meistens auch mehrmals an einem Tag :D). Nehmt einfach euer Lieblings-Vanilleeis und haut ordentlich Zimtpulver oben drauf. Ihr werdet es nicht bereuen!

Ich wünsche euch einen tollen Start ins Wochenende,

Kiki 

Donnerstag, 24. Mai 2018

[Rezension] Kathryn Littlewood - Die Glücksbäckerei: Das magische Rezeptbuch

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich schon wieder mit einer neuen Rezension bei euch, denn die letzten Tage war ich echt im Lesefluss. Ein paar von euch haben vielleicht schon mitbekommen, dass ich hin und wieder gerne Kinderbücher lesen. Ich finde, es hat etwas unglaublich entspannendes und beruhigendes, in diese Welten einzutauchen, in denen alles noch gut ist. Das Buch, was ich heute gelesen habe, finde ich wirklich toll für Kinder ab 8 Jahren oder auch für Eltern zum Vorlesen!


Titel: Die Glücksbäckerei: Das magische Rezeptbuch
Originaltitel: Bliss
Autor/in: Kathryn Littlewood
Genre: Kinderbuch
Reihe: Die Glücksbäckerei
Seiten: 348 Seiten
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Fischer Kinder- & Jugendtaschenbuch
Preis: 8,99€ (Taschenbuch)
Meine Bewertung: 4/5 ☆

Inhalt:
Rose Glück ist zehn, als sie zum ersten Mal beobachtet, wie ihre Eltern beim Backen einen Blitz in den Teig mischen. Von da an ist ihr klar: die Bäckerei ihrer Familie ist alles andere als normal, sie ist magisch. In dem alten Familienbackbuch findet man allerlei wundersame Rezepte: Wahrheitsplätzchen, Liebesmuffins, Tiefschlaf-Snickerdoodles... 
Als ihre Eltern eines Tages plötzlich verreisen müssen, sollen Rose und ihre drei Geschwister auf das Backbuch Acht geben. Doch die Versuchung ist groß, selbst einmal Magie zu betreiben. Und ehe sie sich versehen, steckt die ganze Stadt mittendrin in einem riesigen Chaos! Und dann taucht auch noch ihre mysteriöse Tante Lily auf, von der sie bis jetzt noch nie etwas gehört haben...

Meine Meinung:
Ich habe das Buch letzte Woche bei einem meiner Streifzüge durch Thalia entdeckt und war vor allem von dem Cover sofort total angetan. Da ich mal wieder richtig Lust auf ein Kinderbuch hatte, habe ich nicht lange gezögert und bin damit zur Ladentheke geschlendert. Und ich muss sagen: der Kauf hat sich wirklich gelohnt!

Die Idee fand ich total süß: Gebäck, in das man magische Zutaten wie Blitze oder Herbstwind mischt und das dann eine wundersame Wirkung entfaltet, ist mir so noch nie wirklich begegnet in der Bücherwelt (außer natürlich die legendären Schlaftrank-Muffins, die Harry Potter und seine Freunde Crabbe und Goyle in "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" unterjubeln). Man muss diese quirlige Familie, deren Kinder allesamt nach Küchenkräutern benannt sind, einfach lieben. Auch Rose, die die ganze Geschichte erzählt, ist wirklich zum Gernhaben. 

Calamity Falls, die Kleinstadt, in der die Geschehnisse stattfinden, hat mich ein wenig an Stars Hollow aus "Gilmore Girls" erinnert mit all den verrückten Bewohnern, die sich untereinander kennen und dieser Idylle,  die eben nur in einer Kleinstadt möglich ist! Und damit kann man bei mir immer punkten, schließlich bin ich ein waschechtes Dorfkind und werde es wohl auch immer bleiben.

Kathryn Littlewood Schreibstil würde ich als sehr fröhlich und locker beschreiben, wodurch dieses Buch zur perfekten leichten Lektüre für Zwischendurch oder eben für Kinder wird. Aber auch ich als (zumindest auf dem Papier) Erwachsene war total von der Geschichte begeistert und das Ende fand ich sogar so spannend, dass der nächste Band für mich ein absolutes Muss ist!

Der eine Punkt Abzug ist einem Charakterzug von Rose geschuldet, den ich ganz und gar nicht gut fand, vor allem nicht in einem Buch für Kinder: Sie hat ein unglaublich schlechtes Selbstwertgefühl. Das ganze Buch über sagt sie Dinge wie "Ich wünschte, ich wäre hübsch" oder "Ich wünschte, ich sähe aus wie XY" oder "Ich weiß, dass ich nicht gut aussehe" und so weiter und so fort. Das fand ich nicht nur ermüdend, sondern in einem Kinderbuch auch wirklich nicht angebracht. Ich finde nicht, dass man Kindern diese Gedanken schon mit auf den Weg geben sollte, denn wahrscheinlich werden sie damit noch früh genug konfrontiert. In Kinderbüchern sollte es nicht um Dinge wie Aussehen oder Vergleiche gehen. Es sollte viel mehr um die inneren Werte gehen, damit Kinder mit den Werten groß werden, die wirklich zählen. Zwar werden auch diese in dem Buch hin und wieder erwähnt, aber alles in allem überwiegen doch Rose's Selbstzweifel und das hat mich wirklich, wirklich gestört. 

Fazit:
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Lesen sehr viel Spaß bereitet hat und ich definitiv die Fortsetzungen lesen werde. Außerdem eignet es sich meiner Meinung nach als Lektüre für Groß und Klein sowie für Mädchen und Jungen. Und es ist das perfekte Buch zum Vorlesen!


Mit diesen Worten wünsche ich euch noch einen tollen Abend,

Kiki 


Mittwoch, 23. Mai 2018

[Rezension] Tessa Korber - Schweig wie ein Grab

Hallo ihr Lieben,

vor ein paar Tagen erreichte mich ein weiteres Rezensions-Exemplar der Verlagsgruppe Randomhouse, auf das ich mich sofort mit voller Begeisterung gestürzt habe. Ich habe es innerhalb von weniger als 24 Stunden durchgelesen und bin wirklich beeindruckt von diesem Buch!



Titel: Schweig wie ein Grab
Originaltitel: Schweig wie ein Grab
Autor/in: Tessa Korber
Genre: Krimi
Reihe: Bestatter-Krimi
Seiten: 252 Seiten
Erscheinungsjahr: 2018
Verlag: btb Verlag (Random House)
Preis: 12,00€ (Taschenbuch)
Meine Bewertung: 5/5 ☆

Inhalt:
Viktor hätte niemals gedacht, dass Bestatter einmal der Beruf sein würde, in dem er sich angekommen fühlt, doch nun ist es genau so gekommen. Eines Nachts wird er zum Kloster der Kartäuserinnen gerufen, um der Abmachung nachzukommen: Wenn eine der Nonnen stirbt, wird sie von den anderen Nonnen aufgebahrt, die sich daraufhin zurückziehen, sodass niemand sie jemals zu Gesicht bekommt. Doch als Viktor und sein autistischer Cousin Tobias sich an die Arbeit machen wollen, stoßen sie auf eine Leiche, die dort nicht hingehört. Und sie ist noch warm...

Meine Meinung:
Normalerweise gehöre ich eher der Thriller-Fraktion an und habe seit Ewigkeiten keinen Kriminalroman mehr gelesen - irgendwie hatte ich immer Angst, dass es ihnen an Spannung fehlen könnte. Doch das war bei diesem Buch absolut nicht der Fall! Es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt und ich habe es wirklich nur aus der Hand gelegt, wenn ich arbeiten musste. 

Viktor ist ein wirklich sympathischer Protagonist, wenn auch ein bisschen kauzig. Seine Sprüche haben mich mehr als einmal zum Lachen gebracht und damit kann man bei mir immer Pluspunkte sammeln! Er nimmt seine Arbeit mit Humor - was ich als Bestatter schon eine Leistung finde - und ist an den richtigen Stellen einfühlsam. Ein wirklich toller Typ! Überhaupt fand ich alle Charaktere in diesem Buch sehr interessant und einzigartig, auf eine sehr gute Art und Weise.

Die Atmosphäre in dem Buch kann ich nur als mysteriös und irgendwie düster beschreiben - genau richtig für einen Krimi! Das Kloster mit seinem Friedhof, über den die Nebelschwaden ziehen, das Haus von Viktor und seiner Familie, wo im Keller die Toten liegen. Alles irgendwie skurril, aber absolut passend. Und das Cover rundet das ganze nochmal ab und stimmt schon auf die Geschichte ein.

Zu der Geschichte an sich: Ich war absolut begeistert von dem Fall, den Viktor dieses Mal lösen musste. Als er den jungen Clemens auf dem Friedhof vergraben entdeckt und bemerkt, dass seine Leiche noch warm ist, habe ich mich richtig gegruselt und wurde sofort von der Spannung gepackt. Ich wollte unbedingt wissen, was passiert ist und wer hinter der Tat steckt. Auf die Auflösung wäre ich niemals gekommen! Tessa Korber lockt einen mehrmals auf eine falsche Fährte und gegen Ende hat man eine beträchtliche Auswahl an möglichen Verdächtigen, die alle ein gutes Motiv hätten und irgendwie Sinn ergeben würden. Daher kommt die Auflösung dann umso überraschender!

Korbers Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ich würde ihn als locker und flüssig beschreiben, was ein schnelles und problemloses Lesen ermöglicht. Außerdem hat sie es wirklich drauf, mit ihren Worten Bilder und Atmosphären im Kopf des Lesers heraufzubeschwören, wodurch die ganze Geschichte absolut lebendig wird.

Fazit:
Wie bereits zuvor erwähnt, habe ich dieses Buch in weniger als 24 Stunden durchgelesen. Das liegt daran, dass es mir zum einen unglaublich gut gefallen hat und zum anderen wirklich spannend war. Es gab für mich also gar keine andere Möglichkeit, als diesem Buch 5 von 5 Sternen zu geben und ich kann es allen Krimi- und Thriller-Fans unter euch wirklich empfehlen! Ich werde definitiv auch noch die anderen Bände dieser Reihe lesen.


Euch noch einen schönen Rest-Mittwoch,

Kiki 

Montag, 21. Mai 2018

[Rezension] Tamara Bach - Mausmeer

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich eine ganz besondere Rezension für euch, denn es handelt sich hierbei um das allererste Rezensionsexemplar, das ich jemals bekommen habe. Zur Verfügung gestellt wurde es mir freundlicherweise vom Carlsen-Verlag, bei dem ihr dringend mal vorbeischauen solltet. Auf der Seite gibt es Unmengen an tollen Büchern und am 31. August bringen sie die komplette Harry Potter-Reihe noch einmal im neuen Design raus, worauf ich mich unglaublich freue! Schaut sie euch hier unbedingt einmal an!


Titel: Mausmeer
Originaltitel: Mausmeer
Autor/in: Tamara Bach
Genre: Young Adult / Jugendbuch
Reihe: /
Seiten: 143
Erscheinungsjahr: 2018
Verlag: Carlsen
Preis: 12,99€ (Hardcover)
Meine Bewertung: 3,5/5 ☆

Inhalt:
Der 18-jährige Ben möchte nur noch ein letztes Mal in das Haus seines Opas am See fahren, wo früher immer alles gut war. Mit seiner älteren Schwester Annika, denn die hat er eh schon viel zu lange nicht mehr gesehen. Einfach nur weg von Zuhause, wo sich alles irgendwie nicht mehr richtig anfühlt. Als die beiden dort ankommen - auch nicht unbedingt von beiden Seiten so ganz freiwillig - merkt Ben schnell, dass das alles nicht so läuft, wie er es sich erhofft hat. Und nach ein paar kleinen Zwischenfällen führt eines zum anderen und am Schluss sieht alles ganz anders aus, als noch ein paar Tage zuvor.

Meine Meinung:
Als ich das Paket geöffnet habe ist mir sofort das wunderschöne Cover aufgefallen. Natürlich hatte ich es schon zuvor im Internet gesehen, aber in natura ist es noch mal schöner! (Und werft mal einen Blick unter den Schutzumschlag, da bekommt ihr Schnappatmung, so schön ist das!) 

Die Geschichte an sich fand ich sehr ansprechend. Ben steht kurz vor dem Abitur und fühlt sich damit irgendwie eher wie kurz vor dem Abgrund. Und ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie es mir vor fünf Jahren ging, als ich mein Abitur direkt vor der Brust hatte. Ich hatte damals auch das Gefühl, dass irgendwie alles am Scheideweg stand und kam mir total verloren vor. Tamara Bach hat dieses Gefühl unglaublich gut rübergebracht und ich denke, dass sich sehr viele Menschen in diesem Alter nur allzu gut in Ben hineinversetzen können. Auch die Sicht seiner Schwester Annika, die eigentlich immer die Vernünftige war und auch am Ende ihres Studiums steht, kann ich mittlerweile nachvollziehen. Diese Fragen, wie "Wann bist du denn endlich mit deinem Studium fertig?" gehören in der heutigen Gesellschaft ja irgendwie zur Tagesordnung. Alles muss schneller und besser und effizienter sein. Durch den steten Perspektivenwechsel konnte man beide Seiten stets gut verstehen. Beide Geschwister hatten ihr Päckchen an Zukunftsängsten zu tragen und irgendwie fand ich es tröstlich zu sehen, dass man mit diesem Gefühl nicht alleine ist. Und dass es für alles eine Lösung gibt.

Die Atmosphäre in dem Buch hat mich sehr angesprochen. Ich konnte mir bildlich vorstellen, wie die beiden auf dem Hof ihres Großvaters waren und dort versucht haben, die alten unbeschwerten Zeiten wieder aufleben zu lassen. Dieser Wunsch ist mir selbst nur allzu vertraut. Das ganze Buch hatte etwas gemütliches, heimeliges und tröstliches an sich, womit man bei mir persönlich immer punkten kann.

Was bei meiner Bewertung leider für die 1,5 Punkte Abzug gesorgt hat, ist der Schreibstil gewesen, denn mit dem habe ich echt gehadert. Tamara Bach schreibt in sehr kurzen, abgehakten, emotionslosen Sätzen oder aber sie reiht fünf Sätze zu einem ewig langen Satz zusammen. Dadurch geht eine Menge Gefühl in dem Buch verloren. Und auch wenn ich mir vorstellen könnte, dass das in einer Weise auch die schnellen und ungeordneten Gedankenstränge der Protagonisten widerspiegeln sollte, so hat es mich doch sehr angestrengt. Ich muss zugeben, dass ich einfach lieber flüssige und geordnete Sätze lese (was vielleicht auch meine Probleme mit Gedichten erklärt) und wenn man die sucht, ist man bei diesem Buch leider falsch. 

Fazit:
Von der Geschichte und der Thematik her ein absolut ansprechendes Buch und vor allem für Jugendliche kurz vor dem Schulschluss eine super Lektüre! Leider war der Schreibstil der Autorin so gar nicht meins, doch da mich das Buch ansonsten gut unterhalten konnte und mir der Inhalt sehr gut gefallen hat, habe ich 3,5/5 Sternen vergeben.

Ich wünsche euch noch einen schönen Feiertag,

Kiki 

Mittwoch, 16. Mai 2018

[Rezension] Jenny Han - To all the boys I've loved before

Hallo ihr Lieben,

gestern Abend habe ich ein Buch beendet, das mich unglaublich begeistert hat. So sehr, dass ich mein Bücherkaufverbot - oops - für eine Sekunde vergessen habe und sofort die beiden Fortsetzungen bestellt habe. Sie sollen noch heute ankommen und ich kann es wirklich kaum erwarten, sofort weiterzulesen!


Titel: To all the boys I've loved before
Originaltitel: To all the boys I've loved before
Autor/in: Jenny Han
Genre: Young Adult
Reihe: To all the boys I've loved before
Seiten: 421
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Scholastic
Preis: 6,99€
Meine Bewertung: 5/5 ☆

Inhalt:
In der Hutschachtel, die ihre Mutter ihr vor ihrem Tod geschenkt hat, bewahrt Lara Jean ihre Briefe auf. Einen Brief für jeden Jungen, den sie jemals geliebt hat. Darin kann sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen, sie kann schreiben, was immer sie denkt- und dann damit abschließen. Bis die Briefe eines Tages abgeschickt werden und ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen. Plötzlich muss sie sich den Jungen außerhalb ihrer Fantasiewelt, ihrer Komfortzone, stellen und dass das so kompliziert werden würde, konnte sie ja nun wirklich nicht wissen...

Meine Meinung:
Wow, ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll. Schon lange hat mich kein Buch mehr so gepackt, wie dieses hier. Ich konnte gestern gar nicht mehr aufhören zu lesen und als ich es dann beendet hatte, war ich total aufgekratzt und einfach nur froh, dass ich nur einen einzigen Tag auf die Fortsetzung warten muss. Denn länger würde ich es wohl nicht aushalten.
Lara Jean ist eine Protagonistin, wie ich sie noch nie hatte. Es ist ganz selten, dass ich mich so richtig, richtig in einen Charakter hineinversetzen kann, aber bei Lara Jean war das der Fall. Ich hatte das Gefühl, ihr so ähnlich zu sein. Genau wie ich ist sie ein absoluter Familienmensch, ihre Schwestern sind ihr ein und alles - so wie meine Schwester es für mich ist. Sie bleibt lieber zu Hause anstatt feiern zu gehen, sie kann schlecht mit Veränderungen umgehen, mag es gerne absolut gemütlich und isst für ihr Leben gern. Außerdem hat sie eine sehr ausgeprägte Fantasie. Alles Dinge, die auch auf mich total zutreffen. Hinzu kommt, dass sie mir an keinem einzigen Punkt in diesem Buch auf die Nerven gegangen ist, was bei mir eigentlich bei so ziemlich jedem Buch mal der Fall ist. Doch Lara Jean ist so authentisch, so liebenswürdig, dass man sie einfach lieben muss. Sie ist nie zu lange selbstmitleidig oder überdramatisch oder macht Dinge, bei denen man sich einfach nur mit der flachen Hand gegen die Stirn schlagen kann. (In dem Punkt ist sie mir dann doch nicht so ähnlich :D) Für mich ist sie die absolut perfekte Protagonistin. Ich fühle mich so, als hätte ich endlich mein literarisches Gegenstück gefunden.
Auch ihre Familie ist einfach nur zum Verlieben. Da ist Margot, ihre große Schwester, die so organisiert und so zielstrebig ist, dass man sie einfach nur bewundern kann. Kitty, ihre jüngere Schwester, ist ein absolutes Goldstück und hat mich während des Lesen oft zum Lachen gebracht. Oh, und lasst mich gar nicht erst von Peter anfangen, dann komme ich aus dem Schwärmen nicht mehr heraus!
Dieses Buch war alles, was ich mir von einem Young Adult-Buch wünsche: es war witzig, es war spannend, es war mitreißend, es war berührend, es war realistisch, es war inspirierend und es hat mir ein Gefühl von Behaglichkeit vermittelt. 
Jenny Han's Schreibstil ist meiner Meinung nach sehr flüssig und leicht zu lesen. Ich bin in weniger als 24 Stunden durch dieses Buch "geflogen". Ich denke, sie wird es definitiv auf die Liste meiner liebsten Autoren schaffen!

Fazit:
Lest dieses Buch! Ehrlich, ich kann meine Liebe dazu gerade gar nicht in Worte fassen, weil ich immer noch so emotional aufgewühlt bin, aber ich kann es euch nur dringend an's Herz legen! Das war auf jeden Fall nicht die einzige Reihe von Jenny Han, die ich lesen werde und ich sitze hier und kann an nichts anderes denken, dass es schon bald an der Tür klingeln wird und ich endlich weiterlesen kann.

Ich werde dann mal weiter ungeduldig vor der Tür hocken und wünsche euch währenddessen noch einen schönen Tag,

Kiki 

Montag, 14. Mai 2018

[Rezension] Simon Beckett - Tiere

Hallo ihr Lieben,

gestern Abend habe ich endlich "Tiere" von Simon Beckett beendet, was ich mir schon seit Jahren vorgenommen hatte. Jetzt kann ich es endlich für euch rezensieren!



Titel: Tiere
Originaltitel: Animals
Autor/in: Simon Beckett
Genre: Thriller
Reihe: /
Seiten: 284
Erscheinungsjahr: 1995
Verlag: Rowohlt
Preis: 9,99€
Meine Bewertung: 2/5 ☆

Inhalt:
Nigel ist nicht gerade das, was man einen intelligenten Zeitgenossen nennen würde. Aber er ist trotzdem zufrieden. Er lebt in dem alten Pub, den er nach dem Tod seiner Eltern geerbt hat und die meiste Zeit verbringt er damit, Comics zu lesen oder fern zu schauen. Hin und wieder muss er jedoch in den Keller, wo er seine Mitbewohner hält, denn die müssen ja schließlich auch gefüttert werden...

Meine Meinung:
Entschuldigt die kurze Inhaltsangabe, doch ehrlich gesagt war das alles, was in diesem Buch vorkam. Ich muss wohl erstmal anmerken, dass ich eigentlich ein großer Fan von Simon Becketts Büchern bin. Seine "David Hunter"-Reihe finde ich total toll. Über seine Einzelromane habe ich schon viele schlechte Dinge gehört, doch ich wollte mich selbst davon überzeugen, was an den ganzen negativen Rezensionen dran war, denn so ganz konnte ich es ja dann doch nicht glauben. Leider muss ich auch sagen: Dieses Buch hat mir ganz und gar nicht gefallen.
Die Idee an sich fand ich total genial. Ein geistig etwas zurückgebliebener Mensch hält sich andere Menschen als Haustiere in seinem Keller. Doch leider hat dieser Aspekt vielleicht 10% des ganzen Buches ausgemacht. Die restlichen 90% ging es darum, wie Nigel einkaufen geht oder fernsieht oder Comics liest oder Müll wegbringt oder was nicht sonst noch. Absolut banale Dinge. Dadurch gab es in diesem Buch nicht eine spannende Seite. Wirklich keine einzige.
Der Schreibstil hat mir auch nicht wirklich gut gefallen. Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Nigel erzählt und da der ja wie gesagt ein wenig zurückgeblieben ist, musste sich Simon Beckett in der Sprache natürlich anpassen. Ich dachte anfangs, dass das ja eigentlich leicht zu lesen sein müsse, doch das war leider nicht der Fall. Nach ein paar Seiten ging mir der kindliche Tonfall gehörig auf die Nerven. Und das jeder dritte Satz entweder mit "und so" oder "oder so" geendet hat, hat auch nicht gerade dazu beigetragen, meine Stimmung während des Lesens zu heben.
Von dem Ende möchte ich am liebsten gar nicht erst anfangen. Da wurde dann alles so abgedreht und dämlich, dass ich echt kurz vor Schluss doch noch aufgegeben hätte. Das Komische an diesem Buch war nur, dass man Nigel nie wirklich als Psychopathen ansehen konnte, da er so verwirrt und auf eine verquere Art auch "unschuldig" war. Das hat mich in einige Gewissenskonflikte gebracht, vor allem, wenn er von Karen und seinen anderen Mitarbeitern schikaniert wurde. Da habe ich zwischenzeitlich doch echt vergessen, dass er Menschen in seinem Keller gefangen hält und wollte einfach nur, dass sie ihn in Ruhe ließen.
Die zwei Sterne habe ich einzig und allein aus zwei Gründen vergeben: Die Grundidee fand ich wie gesagt echt ansprechend und die ersten fünf Kapitel, in denen es wirklich noch um die "Tiere" ging und wie sie zu Nigel gekommen sind, ließen sich auch ganz gut lesen. Aber den Rest hätte man getrost weglassen könne.

Fazit:
Geniale Grundidee, schlechte Umsetzung. Wenn ihr ein Buch darüber lesen wollt, was ein leicht zurückgebliebener Mann so in seiner Freizeit tut, dann kann ich es euch empfehlen, aber wenn ihr wirklich einen Thriller wollt, dann lasst doch lieber die Hände davon!

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche,

Kiki 


Freitag, 11. Mai 2018

Auf ein gemütliches Wochenende! | Freitagsinspirationen

Happy Friday!

Ich muss zwar nachher noch arbeiten, aber um den Beginn des Wochenendes gebührend zu feiern, gibt es auch dieses Wochenende wieder meine Freitagsinspirationen für euch! Bis jetzt sieht das Wetter bei uns nicht sehr vielversprechend aus, aber das kann sich ja noch ändern. Ansonsten steht an diesem Wochenende bei mir außer dem Geburtstag meiner Mama am Sonntag nichts an, sodass ich hoffentlich eine Menge lesen kann!

Song der Woche
Elen Levon - Wild Child « Da ich seit zwei Wochen total besessen von dem Handy-Spiel "Song Pop 2" bin, stoße ich ständig auf neue tolle Lieder und dieses war eines davon. Ich finde, es macht einfach super gute Laune und beim Autofahren drehe ich immer laut auf und singe aus vollem Halse mit!

Buch der Woche
Ganz klar: "Dein Wille geschehe" von Michael Robotham! Ich hatte ja gestern schon eine ausführliche Rezension dazu veröffentlich, weswegen ich an dieser Stelle nur nochmal meine Begeisterung deutlich machen will und es jedem Thriller-Fan wärmstens empfehle!


Film/Serie der Woche
Vorgestern haben mein Freund und ich den Film "Das hält kein Jahr" geschaut und wir fanden ihn beide wirklich richtig gut. Es ist einer dieser Filme, bei denen man richtig laut loslachen muss - in Kombination mit dem Husten, der mich seit zwei Wochen quält gar nicht mal so angenehm.
Außerdem spielen Rose Byrnes und Anna Farris mit, zwei Schauspielerinnen, von denen ich absolut begeistert bin!
Der Film beginnt mit der Traumhochzeit von Josh (Rafe Spall) und Nat (Rose Byrnes). Die beiden heiraten sehr schnell nach ihrem Kennenlernen und ihre Freunde sind sich sicher: "Das hält kein Jahr!" Und schon ein paar Monate später sieht man die beiden bei einer Paartherapeutin die vergangenen Ereignisse aufarbeiten. Das Paar könnte unterschiedlicher kaum sein! Und als dann noch Menschen in ihr Leben treten, die eigentlich den perfekten Partner für sie abgeben würden, ist das Chaos perfekt.
Ich fand ihn wirklich super witzig und sehenswert!

Hörspiel der Woche
Diese Woche habe ich zum Einschlafen das Hörbuch zu "Harry Potter und der Stein der Weisen" gehört, und zwar die Version, die von Rufus Beck gelesen wird (er ist einfach der Beste!). Und zu meinen Gefühlen für Harry Potter muss ich ja wohl wirklich nicht mehr viel sagen, oder?


Essen der Woche
Diese Woche habe ich mal endlich wieder meinen Backofen benutzt und mehrmals gebacken. Eine Sache, die mir sehr gut gefallen hat, waren diese Hefeklöße mit Pflaumenmus. Sie sind super einfach zu machen und schmecken mit Puderzucker bestreut besonders gut!


Inspiration der Woche
Meine Schwester Mimi! Sie ist einfach der tollste Mensch auf der ganzen Welt und die beste Schwester, die man sich wünschen könnte. Sie meistert alle Hürden in ihrem Leben mit Bravour und ist ein riesiges Vorbild für mich. Ich kann immer zu ihr kommen, wenn mich etwas bedrückt und sie schafft es immer, mich wieder aufzumuntern. Niemand weiß so viel über mich, wie sie. Und ihr Händchen für Autos ist außerdem ebenfalls nicht zu verachten. Ich hab dich ganz doll lieb! 




Für mich geht es jetzt gleich zur Arbeit. Allen, die heute Brückentag haben, wünsche ich einen entspannten Tag und alle armen Leuten wie mir, die heute arbeiten müssen, wünsche ich gutes Durchhaltevermögen - es ist fast geschafft!

Kiki 

Donnerstag, 10. Mai 2018

[Rezension] Michael Robotham - Dein Wille geschehe

Einen schönen Feiertag, ihr Lieben!

Ich habe gerade eben "Dein Wille geschehe" von Michael Robotham beendet und bin so begeistert von diesem Buch, dass ich sofort eine Rezension verfassen muss, um meine Gedanken zu dieser grandiosen Geschichte loszuwerden!



Titel: Dein Wille geschehe
Originaltitel: Shatter
Autor/in: Michael Robotham
Genre: Thriller
Reihe: Joseph O'Loughlin
Seiten: 447
Erscheinungsjahr: 2008
Verlag: Eder & Bach
Preis: 6,66€
Meine Bewertung: 5/5 ☆

Inhalt:
Der Psychologe Joseph O'Loughlin (hach, wie ich diesen Namen schon liebe!) wird nach einer Vorlesung von der Polizei abgefangen. Eine junge Frau steht nackt und zum Sprung bereit, das Handy am Ohr. Auf ihrem Bauch steht in leuchtend roten Buchstaben das Wort "Hure" geschrieben. O'Loughlin soll helfen und sie von ihrem Vorhaben abbringen, doch er dringt gar nicht zu ihr vor; sie scheint ihn nicht einmal wahrzunehmen. Die einzigen Worte, die sie kurz vor ihrem Sprung an ihn richtet, sind: "Sie verstehen nicht." Die Polizei tut das ganze als Selbstmord ab und wendet sich wieder anderen Problemen zu. Doch dann wird die Geschäftspartnerin der Toten aufgefunden, an einen Baum gefesselt, erfroren und ebenfalls nackt. Zu ihren Füßen liegt ein Hand. O'Loughlin wird schnell klar, dass es sich hierbei nicht um einen Zufall handeln kann, zumal er bereits zu vor daran gezweifelt hatte, dass es sich bei der ersten Tat um einen Suizid handelte. Schon bald stellt sich seine Vermutung als grausame Wahrheit heraus. Und der Täter ist noch lange nicht fertig, denn er hat nicht gefunden, wonach er sucht...

Meine Meinung:
Woah, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Das Buch hatte mir die Mama meines Freundes gegeben, weil sie es so gut fand. Und ich muss ihr zu 100% zustimmen. Das Buch ist der absolute Wahnsinn!
Schon mit der ersten Seite hatte Michael Robotham meine Aufmerksamkeit voll und ganz gefesselt. Joseph O'Loughlin ist ein sehr beeindruckender Charakter, der neben seiner Tätigkeit als Professor der Psychologie und als Vater auch noch jeden Tag gegen seine Krankheit, Parkinson, kämpfen muss. Dennoch ist er eine sehr starke Persönlichkeit. Schon bei dem ersten Opfer merkt man, dass ihn die Schicksale anderer Menschen niemals kalt lassen und er unbedingt helfen will. Das wird natürlich noch verstärkt, als ihre Tochter plötzlich vor seiner Tür steht und ihn um Hilfe anfleht. Sein Einsatz für andere Menschen hat mich sehr schwer beeindruckt, auch wenn er ihn einiges gekostet hat. Ein guter Protagonist ist schon immer die halbe Miete!
Die Spannung in diesem Buch lässt niemals nach. Man möchte es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen und wenn man es doch mal tun muss, dann nur unter großem Stöhnen. Außerdem hat es mich immer wieder auch mal zum Lachen gebracht. Michael Robotham hat einen Humor, der ganz genau meinen Geschmack trifft.
Das Buch wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt: der von O'Loughlin und der des Täters. Auch der Täter ist unheimlich faszinierend. Er ist nicht nur gnadenlos und brutal, er ist auch unheimlich intelligent und gewitzt. Als ich herausgefunden habe, wer es ist, war ich erstmal kurz baff. Und so muss das meiner Meinung nach bei einem richtig guten Thriller auch sein! Doch selbst als seine Identität aufgeklärt ist ist er nicht zu greifen, sondern bringt das ganze Spiel noch auf eine andere, viel persönlichere Ebene. Ein wahrlich gelungener "Bösewicht"!
Mir hat wirklich jedes Aspekt an diesem Buch gefallen. Die Charaktere waren allesamt richtig toll, bis auf Josephs Frau Julianne, die konnte ich nicht wirklich gut leiden, auch wenn manche ihrer Motive vielleicht verständlich waren. Die Spannung war genau richtig dosiert und dazu gemacht, einen quasi an das Buch zu fesseln. Die Geschichte war absolut einzigartig und ist mir so auch noch in keinem anderen Thriller begegnet.
Schade nur, dass ich so jetzt mit dem dritten Buch in der Reihe begonnen habe. Aber die ersten beiden werde ich so schnell wie möglich nachholen, denn eines steht fest: Diese Reihe muss ich unbedingt komplett lesen!

Fazit:
Für alle Fans von Thrillern, die absolut an die Nerven gehen, ist dieses Buch genau das richtige! Ich kann euch wirklich nur dazu raten, sofort in die nächste Buchhandlung zu sprinten und es zu kaufen. Meiner Meinung nach passt es sehr gut zu Fans von Chris Carter oder Cody McFadyen, aber auch Fitzek-Fans können sich bestimmt dafür begeistern!

Macht euch noch einen schönen freien Tag,

Kiki 

Mittwoch, 9. Mai 2018

[Rezension] Rhena Weiss - Das Böse in Euch

Hallo ihr Lieben,

im Urlaub habe ich zwar gerade mal zwei Bücher gelesen da wir die meiste Zeit unterwegs waren, aber die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten! Deswegen bekommt ihr heute meine Rezension zu "Das Böse in Euch" von Rhena Weiss.


Titel: Das Böse in Euch
Originaltitel: Das Böse in Euch
Autor/in: Rhena Weiss
Genre: Psychothriller
Reihe: Michaela Baltzer
Seiten: 407
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: Goldmann
Preis: 9,99€
Meine Bewertung: 5/5 ☆

Inhalt:
Als man in Wien die Leiche der 16-jährigen Tanja entdeckt, wird der Fall der LKA-Ermittlerin Michaela Baltzer zugewiesen. Als auf ihrem Körper die DNA-Spuren mehrerer vermisster Mädchen gefunden werden ist Michaela klar, dass es sich um die Tat eines Serienmörders handeln muss. Ihr Verdacht scheint sich zu bestätigen, als eine zweite Leiche gefunden wird. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, der Verdacht fällt auf einen bekannten Sexualstraftäter. Doch dann verschwindet Michaelas Nichte und der Fall nimmt eine unerwartete Wendung.

Meine Meinung:
"Das Böse in Euch" ist das erste Buch in der geplanten Reihe um die Ermittlerin Michaela Baltzer und ich muss sagen: ein absolut gelungener Einstieg! 
Zuerst zu den Charakteren: Michaela hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Oftmals ist es in Thrillern so, dass die Hauptpersonen entweder sehr kaputte oder unglaublich toughe Charaktere sind, was es mir manchmal erschwert hat, mich in sie hineinzuversetzen und das ist mir bei einem Buch doch sehr wichtig. Michaela hingegen ist eine sehr gefühlsbasierte Person, an der der Fall natürlich nicht spurlos vorbeigeht. Zwar hat auch sie ihr Päckchen zu tragen, doch wer von uns hat das nicht? Auch ihr Team, bestehend aus dem stillen Vincent, Experte für Computerfragen, und der impulsiven Powerfrau Doris, hat mir sehr gut gefallen. Michaelas Nichte ist ebenfalls ein sehr interessanter Charakter und auch den Täter fand ich sehr gut gelungen.
Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat ist, dass es aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde. Sowohl Michaela und ihre Nichte, als auch der Täter und seine Opfer kommen zu Wort. Das macht das ganze nochmal einen Ticken spannender, vor allem wenn es darum geht, wer sich eigentlich hinter diesen Morden befindet und was ihn dazu getrieben hat.
Rhena Weiss' Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und flüssig; man kann das Buch problemlos an einem Tag durchlesen. Die über das komplette Buch hinweg bestehende konstante Spannung tut dann ihr übriges. 
Die Umstände der Morde und die "Idee" dahinter fand ich unglaublich interessant. Es wird schnell klar, was das Ziel des Täters ist und auch, was ihn dazu getrieben hat, doch ich bin bis fast zum Schluss echt nicht darauf gekommen, wer es sein könnte. Und selbst als ich dann endlich einen Verdacht hatte, bei dem ich mir echt sicher war, wurde der immer wieder ins Wanken gebracht. Es bleibt also wirklich bis zum Schluss spannend.
Ein weiterer Pluspunkt war, dass das Buch in Österreich spielt, also quasi in meiner zweiten Heimat. Außerdem lese ich gerne hin und wieder Bücher von deutschen Autoren. 
Ich kann dieses Buch allen Fans von Psychothrillern wärmstens empfehlen und werde diese Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen!

Ich hoffe, ich konnte euer Interesse an diesem Buch wecken. Falls euch bei meinen Rezensionen ein Aspekt fehlt oder ihr Verbesserungsvorschläge habt, würde ich sie wirklich sehr gerne hören!

Bis dahin wünsche ich euch noch einen schönen Mittwochabend,

Kiki