[Rezension] Rebekka Knoll - Herbstregenküsse

 


Titel: Herbstregenküsse
Autor/in: Rebekka Knoll
Seiten: 397
Preis: 10,00
Verlag: Penguin
Meine Bewertung: 5/5 

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Worum geht es?
Am Abend des 1. Septembers ändern sich die Leben von Fotografin Tanya und TV-Meteorologen Adam schlagartig: Inmitten eines heftigen Gewitters werden sie, einige Kilometer voneinander entfernt, vom selben Blitz getroffen. Beide kommen mit nur leichten körperlichen Verletzungen davon, doch innerlich scheint der Blitz sie komplett umzukrempeln. Ranya, die sonst immer jeder Konfrontation aus dem Weg gegangen ist und ihrem Chef, der gleichzeitig auch ihr Verlobter ist, vollkommen hörig war, beginnt nun plötzlich, eine ihr vollkommen neue Wut zu spüren. Damit einher geht aber auch ein Mut, den sie so bis jetzt von sich noch nie gekannt hat, und der sie einige Dinge in ihrem Leben in Frage stellen lässt. Adam hingegen hat das Gefühl, etwas verloren zu haben - seine wohl wichtigste Kindheitserinnerung.
Als die beiden sich bei einem Treffen für Blitzopfer kennenlernen und sofort das Gefühl haben, sich irgendwoher zu kennen, entschließen sie sich dazu, gemeinsam Stürme zu jagen - und Adams Erinnerungen...

Meine Meinung:
Rebekka Knolls Schreibstil ist absolut einzigartig und einfach nur fantastisch. Sie hat mich von der ersten Seite an mit ihren Worten vollkommen in den Bann gezogen. Ihre Formulierungen, die Welt und die Charaktere, die sie geschaffen hat, sind so wundervoll und so anders als alles, was ich bis jetzt gelesen habe. Ich will auf jeden Fall jedes andere Buch von ihr lesen!

Den Klappentext auf der Rückseite des Buches fand ich, nachdem ich das Buch gelesen hatte, nicht mehr ganz so passend. Dort steht, dass die beiden sich treffen und sofort unsterblich ineinander verlieben. Das ist meiner Meinung nach nicht so ganz richtig, ich habe sogar fats das Gefühl, dass die Liebesgeschichte der beiden eher etwas untergeordnet ist - was mich persönlich aber wirklich gar nicht gestört hat. Viel mehr erzählt dieses Buch die Geschichten von zwei Menschen, die endlich zu sich selbst finden. Ranya, weil sie endlich den Mut findet, zu sich selbst zu stehen und sich für sich und ihre Träume einzusetzen, und Adam, der endlich Frieden mit seiner traurigen Vergangenheit schließt. Und das fand ich das wirklich Schöne an diesem Buch - es gibt so viel Mut und Inspiration!

Ein weiterer Grund, dieses Buch zu lieben, sind die "Gewittertierchen" - Adams und Ranyas Selbsthilfegruppe. Sie besteht aus ihrem liebenswerten Gründer Otto, der liebenswerten und leicht durchgeknallten Ruth, den sich ewig zankenden Zwillingen Doris und Sonja, der träumerischen Tänzerin Faina, dem Pizzalieferanten Ludwig und einem Jungen namens Ole. Alle sind auf ihre eigene Art total verrückt - und total liebenswert! Ich wäre so gerne Teil dieser Gruppe und konnte sehr gut nachvollziehen, dass Ranya sich dort so gut aufgehoben gefühlt hat.

Auch das Dorf Gudenshain, in dem Ranya und ihre Familie leben, ist bezaubernd. Dort gibt es den Eisverkäufer Jacopo und seine Freunde Imbiss-Ingo und Onkel Erich, die alle drei in die Bäckerin Helga verschossen sind und denken, dass es niemand weiß, obwohl das gesamte Dorf das Drama zwischen den vieren mitverfolgt. Alle sind so liebenswerte, toll geschriebene Charaktere - ich habe mich ein bisschen gefühlt wie in einem deutschen "Stars Hollow". 

Fazit:
Ganz, ganz große Herzensempfehlung! Das Buch lebt von seinem wunderschönen Schreibstil und den einzigartigen Charakteren. Man kann es zu jeder Jahreszeit und in jedem Alter perfekt lesen und es wird einem garantiert den Alltag versüßen. Wenn ihr also auf der Suche nach einem Buch seid, dass euch inspiriert und glücklich macht, dann ist "Herbstregenküsse" perfekt für euch!

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