Sonntag, 4. September 2016

Lerntipps & - techniken für jedermann | STUDYTEMBER

Hallo ihr Lieben,

heute startet endlich der Studytember, auf den ich mich schon so lange gefreut habe! & wie versprochen kommt am ersten Sonntag dieses Monats auch der erste Post, ob es nun mein Geburtstag ist oder nicht (ich werde alt!). Ich möchte heute noch einmal ein paar Lerntipps mit euch teilen, die ich mir in den letzten Monaten zusammengesammelt habe. Ich hatte ja vor einigen Monaten schon einmal einen kurzen Post zu diesem Thema hochgeladen, jedoch habe ich mich mittlerweile viel mehr mit dem Thema "Richtig Lernen" beschäftigt & finde deswegen, dass es an der Zeit ist, eine überarbeitete Version zu veröffentlichen.


Lernpläne schreiben

Wer kennt das nicht? Man bekommt die Themen für eine Prüfung gesagt (oder noch schlimmer, man bekommt sie nicht gesagt, so wie bei meiner Abschlussprüfung) & hat das Gefühl, unter dem Berg an Material & Input zu ersticken. Nicht selten kann man da erst mal in Panik verfallen & schreiend seinen Schreibtisch umschubsen, bevor man sich überhaupt traut, die Themenliste ein zweites Mal anzuschauen. Ich persönlich kenne das sehr gut, da ich grundsätzlich ein Typ bin, der dazu neigt, erstmal in Panik oder Wut zu verfallen & danach nachzudenken. Denn mit ein wenig Überblick & der richtigen Aufgabenzerlegung ist jeder noch so große Arbeitsberg zu bewältigen (das gilt übrigens nicht nur für das Lernen, aber dazu kommen wir ein anderes Mal!). Ein Lernplan kann euch dabei helfen, Ordnung in das Chaos zu bringen & durchgemachte Nächte vor der Prüfung zu vermeiden. Ich bin persönlich ein großer Freund davon, große Aufgaben in kleine Teile zu zerlegen. Ihr könnt pro Tag nur eine begrenzte Anzahl an Wissen aufnehmen. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun. Seid klug & hört auf euer Gefühl. Vier Stunden non-stop Stoff in euren Kopf zu prügeln & dabei nur mal eine Pause zu machen, um euren zehnten Kaffee zur Toilette zu bringen, wird euch auf Dauer nicht weiterbringen.
Mein Vorschlag: Schnappt euch Stift & Papier, am besten noch ein Lineal & los geht's. Zeichnet eine Tabelle mit folgenden Spalten: Thema, Lernzeitpunkt, Gelernt.
In die erste Spalte tragt ihr eure Lernthemen ein. & zwar nicht die großen Überbegriffe, sondern jeweils eine Spalte für jedes noch so kleine Unterthema. Macht euch für alles gesondert Notizen & guckt es euch einzeln an. So stellen sich schneller Fortschritte & erste Erfolge ein, außerdem wirken die einzelnen Aufgaben nicht mehr so riesig & bedrohlich.
In die zweite Spalte kommt eure Deadline. Bis wann müsst ihr ein Thema können? Bleibt dabei realistisch & setzt euch für jedes Thema eine gesonderte Deadline. Mehrere Dinge bis zu einem Tag können zu wollen, am besten noch in unmöglich kurzer Zeit führt nur zu Stress & Frust.
Die letzte Spalte "Gelernt" dient eigentlich nur als Platzhalter für das kleine, befriedigende Häkchen, das man setzen kann, wenn man einen weiteren Punkt auf seiner Liste verinnerlicht hat!

Klausur-Ordner

Legt euch einen Ordner oder eine Mappe an, in der ihr alle Materialien für die jeweilige Klausur sammeln könnt: Lernzettel, Notizen, Arbeitsblätter. Auch eure Karteikarten könnt ihr mit Hilfe einer Klarsichthülle in dem Ordner unterbringen. So habt ihr alles mit einem Handgriff parat & könnt ohne große Suchaktionen die Antwort auf jede eurer (klausurrelevanten) Themen finden.




Zeit zum Lernen freihalten

Ich weiß ja nicht, ob ihr so Kalender-Plan-Freaks wie ich seid & jeden kleinen Pups in euren Kalender eintragt. Aber selbst wenn nicht, dann solltet ihr für die Zeit der Prüfungsvorbereitung damit beginnen, eure freie Zeit etwas präziser zu planen. Ich rede jetzt nicht davon, minutiöse Planungen à la "16 Uhr Feierabend, 16.10 Uhr Ankunft zu Hause, 16.20 Uhr Snack etc." auf die Beine zu stellen. Dennoch solltet ihr euch fragen, wie viel Zeit ihr pro Tag in das Lernen investieren wollt bzw. müsst. Ich persönlich lerne immer eine bis drei Stunden pro Tag, je nachdem, wie früh ich im Voraus mit dem Lernen anfange. Wenn ihr das wisst, dann sorgt dafür, dass ihr euch diese Zeit am Tag auch wirklich für das Lernen freihaltet, damit euch keine Verabredungen oder andere Aufgaben in die Quere kommen. Außerdem solltet ihr eure Lernphasen (wenn möglich) auf die Zeit des Tages legen, von der ihr wisst, dass ihr dann am produktivsten seid. Bei mir ist das meistens am Nachmittag, wenn ich alle anderen Dinge schon soweit es geht erledigt habe. Das gibt mir ein geordnetes Gefühl & mehr Ruhe, um mich auf den Lernstoff zu konzentrieren.

Ablenkungen eliminieren

Seien wir doch alle mal ehrlich: Wenn wir uns an unseren Schreibtisch setzen & produktiv sein wollen, dann ist oftmals jede vorbeifliegende Fluse interessanter, als das Essay vor uns. Aber der schlimmste Feind ist das Smartphone. Wie oft denkt man sich "Ach, nur mal kurz Instagram checken & zwei WhatsApp-Nachrichten beantworten" & ehe man sich versieht sind 30 Minuten vergangen, ohne dass man irgendetwas sinnvolles getan hat. Mein Tipp für Leute, die da genau so sind wie ich: Entweder das Handy ausschalten oder am besten gleich aus dem Zimmer verbannen. Wer das jedoch nicht will, der kann sich an sogenannte "Concentration-Apps" wenden. Mein Favorit für das Smartphone ist "Forest". Hier könnt ihr euch einen kleinen Wald züchten, indem ihr von eurem Handy wegbleibt. Hört sich komisch an, aber irgendwie macht es echt Spaß. Ihr könnt vorher eine Zeitspanne festlegen, in der ihr ohne Unterbrechung konzentriert arbeiten wollt. Je länger die Zeitspanne ist, desto größere Bäume könnt ihr pflanzen. & ich sage euch: Es ist wirklich ein gutes Gefühl, wenn ihr am Ende der Woche einen ganzen Wald großer Bäume geplfanzt habt! :)

Inspirationen suchen

 Ich bin ein Mensch, der ständig auf der Suche nach Inspirationen ist & an jedem Menschen etwas findet, das mich unglaublich fasziniert. Ich kann Stunden auf Seiten wie Tumblr, Instagram, Weheartit oder Pinterest auf der Jagd nach neuen Inspirationen verbringen. Letztes Jahr stieß ich dabei zufällig bei Tumblr auf den Hashtag "Studyblr" & war danach geschlagene 2 Stunden damit beschäftigt, mein Handy mit sämtlichen Bildern vollzuballern. Wenn ihr euch diesen Tag anschaut werdet ihr auch unzählige Bilder wunderschön geschriebener & gestalteter Notizen, tolle Bulletjournals, Lerntipps & die schönsten Schreibtische überhaupt. Ich habe mir die schönsten Fotos ausgedruckt & ein paar davon über meinem Schreibtisch aufgehängt, damit sie mich beim Arbeiten motivieren & daran erinnern, wie attraktiv lernen eigentlich sein kann, haha.

Quelle: Weheartit


Bewegung!

Ja, Sport kann tatsächlich eine Menge dazu beitragen, dass wir fokussierter & konzentrierter arbeiten & mehr Energie haben. Nur 30 Minuten Bewegung täglich (am besten an der frischen Luft!) wird Wunder bewirken. Dabei müsst ihr kein schweißtreibendes Workout betreiben oder einen Marathon laufen, schon ein Spaziergang reicht völlig aus. Auch wenn es regnet oder kalt ist: schnappt euch euren Regenschirm & euren Mantel, setzt eine Mütze aus & geht vor die Tür. Ihr werdet sehen, dass ihr mit frischem Elan an euren Schreibtisch zurückkehrt.

Pausen

Es ist so wichtig, dass ihr bei all der Lernerei & dem ganzen Stress nicht vergesst, dass ihr keine Maschinen seid. Hört auf euren Körper! Wenn er euch signalisiert, dass es wirklich Zeit für ein kleines Nickerchen, einen Spaziergang oder einen Snack ist, dann gebt nach! Es hat keinen Sinn, weiterhin Stoff in seinen Kopf prügeln zu wollen. Ihr werdet es so eh nicht behalten. Unser Körper ist schlauer, als wir oftmals annehmen & er sagt uns, wann die beste Zeit ist, um sich mal eine Stunde Nichts-Tun zu gönnen! 

Der richtige Arbeitsplatz

Zu diesem Thema habe ich noch einen ausführlicheren Post geplant, also hier nur so viel: Sorgt dafür, dass ihr genügend Platz zum Lernen habt. Lernt immer an einem Tisch & niemals im Bett, das kann Studien zufolge zu Schlafproblemen führen. Öffnet euer Fenster & lasst frische Luft rein. Sorgt für ausreichend Licht & eliminiert alle Störfaktoren (Handy, laute Geräusche etc.). & vor allem: lernt in einer ordentlichen, aufgeräumten Umgebung. Chaos im Zimmer führt zu Chaos im Kopf!

Macht es euch gemütlich!

Kocht euch einen leckeren Tee, lasst leise ruhige Musik (Elvis, Frank Sinatra & Mumford and Sons sind da meine Favoriten) im Hintergrund laufen & zündet vielleicht sogar ein paar Kerzen an. Zieht eine bequeme Leggings & einen kuscheligen Pullover an. Stellt euch einen kleinen Snack bereit. Tut, was immer euch ein behagliches Gefühl gibt & den ganzen Lernprozess zu einer Art "Me-Time" werden lässt.

Erklären

Mir hilft es unheimlich, wenn ich Themen, mit denen ich mich besonders schwertue, einfach einer anderen Person erklären. Dadurch bin ich gezwungen, mich noch einmal intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen & durch Fragen meines Gegenübers


Das waren die Tipps, die für mich persönlich am besten funktionieren. Vielleicht ist ja auch für euch etwas dabei oder aber ich habe euch nur ein kleines bisschen zum Lernen motiviert- dann habe ich schon alles erreicht, was ich erreichen wollte. Ansonsten muss ich jetzt wirklich mal weiter meinen Geburtstag feiern, kommt ja schließlich nicht so oft im Jahr vor! :)

Habt einen schönen Sonntag & passt auf euch auf!

Kiki ♥

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